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Alles Druck?

AGD Regionaltreffen: Besichtigung Pinguin Druck
Wann 06.01.2016
von 19:00 bis 21:00
Wo Berlin, Marienburger Strasse 16, 10405 Berlin
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Kurze Zusammenfassung der Besichtigung der Druckerei Pinguindruck Berlin beim Regionaltreffen des AGD Januar 2016.

Pinguin Druck fährt zweigleisig.

Der Onlineshop bietet diverse Druckprodukte im Sammeldruck an, mit den üblichen Vorteilen (Preis, Geschwindigkeit) und Einschränkungen (Papierauswahl, Veredelungs- / Weiterverarbeitungsauswahl).

Die Vorstellung war denn auch zweigeteilt.

Zuerst wurde die Produktion des Sammeldrucks von Corinna Napieralla vorgestellt. Hier erwähnenswert: Minimale Produktionszeit für Standards 8h (vor 10 Uhr eingeliefert, ab 18 Uhr abholbar), gilt aber wie üblich nur für die absoluten Basics, denn wie immer ist Papier geduldig und mag vor größeren Weiterverarbeitungsprozessen ein wenig ruhen.

Schön sind Anschnittmaß-Vorgaben von nur 2 mm, die auf hohe Genauigkeit bei der Verarbeitung hoffen lassen, auch wenn hier für den Sammeldruck größere Toleranzen als im Individualdruck eingeräumt werden.

Die Vorstellung des Individualdrucks entwickelte sich zu einem Füllhorn an Produktionstipps. Man konnte in diversen Beispielen blättern, und Kundenberaterin Anna Werner brachte tiefere Einblicke in die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten im Individualdruck.

Noch spannender waren die »Pannenberichte«, jener Erfahrungsschatz der nur durch frohes Experimentieren zusammenkommt.
Resümee: Je früher man mit wirren Design-Ideen kommt, umso eher sind sie umsetzbar. Beratung ist auch für Designer wichtig, die sich zwar gern in ihrem Metier auskennen wollen, aber dann doch mal vorab mit einem Buchbinder wie  Ralf Fischer reden sollten, der sie – rein produktionstechnisch – auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Was z.B. nicht funktionieren kann: Motivdruck mit 0,01 pt-Linien auf Gewebeeinband drucken, um es hernach mit gleicher Linienstärke zu prägen. »Auf der Prägeform könnte man Zitter spielen.«

Die Messingformen für Prägungen werden bei Pinguin Druck inhouse hergestellt, was Produktionszeiten verkürzt.

Möglich sind nunmehr auch Pappbücher, wie man sie von Kinderbüchern kennt, bis 2cm Höhe auch noch mit »runden Ecken« versehbar.

Für Veredelungstechniken gibt es eine kleine Mustermappe, die neben diversen Folien und Prägungen auch ein gelungenes Beispiel für Lentikulardruck enthält. Informationen zum Lentikulardruck finden sich auf der extra Internetseite Wackel-Wackel.

Der Gang durch die Druckerei war ob der späten Stunde weniger ohrenbetäubend als Gedacht neben einer kleinen 2-Farbmaschine, einer 4-Farbmaschine und einer Heidelberg Speedmaster mit fünf Farben und extra Lackwerk, gab es auch noch ein Paar Tigel zu bestaunen, die nunmehr ausschließlich zum Stanzen benutzt werden. Dazu diverse Weiterverarbeitungsstationen. Der Blick von der Galerie, Pinguin Druck residiert in einem ehemaligen Umspannwerk, ermöglichte einen Blick von oben in die Druckmaschinen und eröffnete die neue Einsicht das Cyan, Magenta und Yellow im Farbtopf noch ein warmes Blau, Rot und Gelb sind.

Das alles ist natürlich bezogen auf den Stammsitz in der Marienburger Str., wo 60 Mitarbeiter_Innen arbeiten. 140 sind in der Filiale in Tempelhof tätig, wo der Großteil des Onlinegeschäfts und der Veredelung abgewickelt wird.

 

 

 

 

 

 

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