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In Polen hängt Christus noch am Kreuz

Wie die polnische Kirche den Datenschutz interpretiert

Christus-Plätzchen

In den Nachwehen des Volksentscheids zu Berlin über Religions- oder Ethikunterricht haben die Kirchen eines erreicht, man schaut wieder auf sie, bzw. schaut ihnen wieder auf die Finger.

Der Berliner Kulturverein »Club der Polnischen Versager« leitet ob des neu erwachten Interesses seinen Veranstaltungsrundbrief wie üblich mit ein wenig Wissenswertem über die polnische Heimat ein. Diesmal wird kurz darauf hingewiesen das die katholische Kirche ihre Schäfchen bewacht wie Schießhunde.

Was ist da passiert?

In Polen können die Schüler entscheiden ob sie Ethik- oder Religionsunterricht belegen wollen. Allerdings wird diese Entscheidung von den Religionslehrern nicht vertraulich behandelt, vielmehr wird sie von den Lehrern an die Kurie und von dieser an die Heimatgemeinden übermittelt.

Das führt dann z.B. dazu, dass der Pfarrer von der Kanzel herab die Taufpatenschaft ausschließt, da der Schüler den Ethikunterricht anstatt den Religionsunterricht besucht hat.
So sieht die viel umworbenen »Wahlfreiheit« also in der Realität aus.

Der polnische Datenschutzbeauftragte, Michal Serzycki, hat sich auf die Seite der Kirche gestellt, nicht verwunderlich in einem Land mit 95 Prozent Getauften, in dem ein derart sozialer Druck herrscht.

Quelle: diepresse.ch

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