Zu Besuch im »Kapiland«
Heute hat der news-bot uns für das Stichwort »Utopia AG« einen wirklich skurrilen Link geliefert.
Die Wirtschaftssimulation Kapiland beherbergt schon seit dem 14.07.2008 eine »Utopia AG«.
Sicherlich gibt es auch andere Wirtschaftssimulationen, doch können die nicht mit einem so trefflichen Namen punkten. Früher kannte man derlei Verniedlichungs-Formen nur in der linken Szene, wo sich Lauti (Lautsprecherwagen) und Bulli (Polizeifahrzeug) auf der Demo trafen. Jetzt also »Kapi« für Kapitalismus.
Leider fehlen dem Nutzer Utopia AG jegliche zusätzlichen Informationen, so dass der Account nicht eindeutig einem Mitglied der AG zuzuordnen ist.
Allerdings sei uns die Vermutung gestattet, dass die intensive Nutzung von Ausrufezeichen im Schriftverkehr sehr der von Claudia Langer selbst genutzten Schreibweise ähnelt.
Die Utopia AG scheint zudem schon lange den Einsteiger-Status Tellerwäscher überwunden zu haben und in einen regen Handel verstrickt.
Die aktuell gehandelten Rohstoffe sind nicht gerade nachhaltig, bedenkt man, dass man als Einsteiger in der Wirtschaftssimulation als Farmer beginnt, Obstplantagen anzulegen. Es gäbe also durchaus die Möglichkeit die eigene Firma ökokorrekt zu simulieren.
Danach steht der Utopia AG offensichtlich nicht der Sinn. Vielleicht möchte man nach getanem Tagwerk als Social Entrepreneur auch einfach mal die Sau rauslassen.
Dafür ist Kapiland hervorragend geeignet, heißt es doch in der Überschrift »bauen – produzieren – handeln – Geld scheffeln«.

