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Utopia-Watchgroup?

creative commons (by-nc-nd) André Henze
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Ein neuerlicher Versuch, Kritik auf der Plattform der Utopia AG zu kanalisieren.

Nach neuerlichen Abmahnungen von NutzerInnen der Plattform www.utopia.de, wurden Stimmen laut, die ein »Utopia Watchblog« fordern. (Ein Zeichen dafür dass wir uns noch nicht weit genug herumgesprochen haben.)
Flux richteten die Zensoren schnell selbst eine »Utopia Watchgroup« ein, um diesem Bedürfnis der NutzerInnen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Die »Watchgroup«, eine Namenskreation die sicherlich auch bald patentrechtlich geschützt wird, beschreiben ihre Gründer, also die Mitarbeiter der Utopia AG, wie folgt: »In dieser Gruppe geht´s um heiße Themen und kalte Eisen. Welche Produkte sind Etikettenschwindel, welche Werbung ist Irreführung. Draußen in der Welt und hier auf Utopia.«
Hier wird also relativiert. Nicht nur um Utopia geht es, sondern auch um die Welt draußen. Eigentlich soll es fast ausschließlich um die Welt draußen gehen. Dies legt die Gewichtung der in fünf Foren gegliederten Gruppe nahe.

  • Allgemein
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Werbung/Kampagnen
  • Firmen generell
  • in/auf/um Utopia

Die ersten Artikel haben Werner Stickler und Daniel Überall gleich selbst eingestellt, um das Eis zu brechen.
Dabei wurde wiedereinmal gegen die eigenen Statuten verstoßen. Heißt die Direktive der Obersten Öko-Leitung doch: Nicht anprangern! (Leider musst Du Mitglied sein, um Claudia Langers Artikel und die Reaktionen darauf lesen zu dürfen.)
Wieder einmal wird von den »Machern« vorgeführt wie man mit zweierlei Maß misst. Während Kritik an Werbepartnern nicht erwünscht ist, und Selbstreflexion nicht realisierbar scheint, wird ordentlich in der Welt draußen rumgekloppt.
Kurzsichtig nenne ich das, sind die kritisierten Firmen doch allesamt potentielle Werbepartner.
Irritierend daran ist eigentlich nur, dass man den Nutzern der eigenen Plattform die Unbedarftheit vorwirft, welche man selbst zelebriert. Wo ist die Konstruktivität in den bisher veröffentlichten Beiträgen? Oder haben wir da etwas übersehen?

Die Abmahnungen fußen einmal mehr auf dem Vorwurf der Kritik, der es an Konstruktivität mangele. Ein schwer zu widerlegender Vorwurf. Allerdings geht es ja auch nicht um Kompromissfindung oder gar Aussöhnung, sondern um eine Disziplinierungsmaßnahme, früher nannte man so etwas Strafaktion.
Wie üblich macht sich Blockwart Stickler auch nicht die Mühe, die einzelnen Delinquenten persönlich abzumahnen, vielmehr kommen die bewährten Textbausteine zum Einsatz, die ein wenig lieblos zur Disziplinierungskeule zusammengeschnürt scheinen.

PS: Auch Utopia-Nutzer RalfB hat eine spannende Frage zur Entscheidungsstruktur auf www.utopia.de. Werner Stickler verweist in die neu eingerichtete Gruppe, natürlich ohne auf die eigentliche Frage auch nur im Geringsten einzugehen.

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