Utopia-Konferenz 2011 abgesagt
Steht die Utopia-Stiftung vor dem Aus?
Die Utopia-Konferenz fällt aus
Im Jahr 2011 findet keine Utopia-Konferenz statt.
Eine kurze Meldung auf der Website der Utopia AG informiert über den Ausfall:
»Überraschend ist ein großer Sponsor ausgefallen, und wir sehen mitten in der Sommerpause keine Möglichkeit, diesen Ausfall kurzfristig zu kompensieren.«
Das bringt uns direkt zur Frage: Wie kann ein Sponsor »ausfallen«?
- Hat Utopia keine Sponsoren-Verträge abgeschlossen, ist also organisatorisch gescheitert?
- Sind die Kosten der Utopia-Konferenz so rapide gestiegen, dass der Sponsor nicht mit zog, scheiterte die Veranstaltung also an der fehlenden wirtschaftlichen Kompetenz?
- Geriet der Sponsor selbst in finanzielle Bedrängnis und scherte deshalb aus?
Werner Stickler, Community Manager bei der Utopia AG, verweist an Meike Gebhard, Vorstand der Utopia AG, welche sich auf unsere Anfrage bis dato noch nicht zurückgemeldet hat. Welcher »große Sponsor« eigentlich ausgefallen ist und warum, diese Fragen liegen somit weiterhin im Nebel utopistischer Transparenz.
Steht die Utopia-Stiftung vor dem Aus?
Die Utopia-Konferenz, war letztlich das Einzige was die eigens gegründete Utopia-Stiftung jährlich zustande brachte. Nun bleibt lediglich der angeschlossene Utopia-Award als letztes Lebenszeichen der gemeinnützigen Stiftung übrig. Vom ehemals hehren Anspruch, »der Suche, Entwicklung und Veröffentlichung von vorbildlichen Konzepten nachhaltiger Lebens- oder Unternehmensführung, … durch Preise, Symposien, Expertenrunden, Internetseiten, E-Mail Newsletter, Pressearbeit, Publikationen« sind nunmehr nur die Preise übrig geblieben. »Die Entwicklung und Verbreitung von spezifischen Lehrmaterialien über nachhaltige Lebensführung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene…«, einst zweiter Zweck der Stiftung, blieb ebenfalls auf der Strecke.
Nachdem die Utopia-Stiftung Anfang des Jahres rund 8.000 € Spenden für drei konkrete Projekte eingeworben hatte, wäre ein Kassensturz wünschenswert. Welche Projekte wurden mit den Spenden gefördert?
Vom geplanten Mentoren-Programm hat hernach niemand mehr gehört.
Auch die geplante Website für die Utopia-Stiftung wurde bis heute nicht relauncht.
Als dritter Verwendungszweck für die Spenden wurde die Überarbeitung des Changemaker-Prozesses favorisiert. Diese wurde bereits im Juni 2011, auf Nachfrage, kurz vorgestellt, dürfte allerdings nicht die eingeworbenen Spenden erschöpft haben. Die versprochene Berichterstattung über die Weiterentwicklung der Leitfadens blieb bisher aus.
Wünschenswert für die Zukunft ist Transparenz bei den Projekten und Finanzen der Utopia-Stiftung, wenn sie denn weiter besteht.

