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»Sperrung« heißt jetzt »Inaktiv«

creative commons (by-nc-nd) André Henze
— abgelegt unter: , , ,

Kleiner Nachschlag zur neuen Internetpräsenz von www.utopia.de.

Sperrungen? – Die gibt es nicht.

Da wollt' ich doch kurz einmal nachschauen wer die heile Utopia-Welt mittlerweile wieder verlassen musste. Zu diesem Zweck hat Werner Stickler einst eine Liste der Sperrungen im »Forum« versteckt und zwar im Thread »Die Zensoren erklären sich«. Bis vor kurzem hat er sie auch noch regelmäßig aktualisiert.
Alles Schnee von gestern, jedenfalls findet sich kein Eintrag mehr unter dem alten Direktlink.
Leider scheint diese Seite mit dem »Umzug« auf die neue Plattform ausgemustert worden zu sein.
Das fällt leicht, wenn alle gesperrt wurden, die eine derartige Übersicht einforderten.
(Und in der Regel bleiben die Forderungen innerhalb eines repressiven Systems zurück.)

Derweil ist der gesperrte nicht mehr gesperrt sondern wird als »Inaktiver Nutzer« geführt, eine Betitelung die vormals nur »Karteileichen« galt. Nun denn, wenn auch nicht freiwillig, so halten sich die Beiträge der »Gesperrten« doch in Grenzen.
Allerdings bezweifle ich, dass das der Grund für die Umfirmierung ist. Vielmehr fehlt nun wieder, die letztens noch abgetrotzte, Mitteilung, dass es sich bei dem angewählten Utopisten, um einen »Gesperrten handelt«. Es wird wieder verschleiert, Transparenz geht anders.

Der Utopist ist keine Nummer mehr

Doch wir wollen nicht nur nörgeln. Der Utopist ist nun keine Nummer mehr. Die egoverliebte Kundschaft darf nun auch in der URL mit Namen auftreten. Das ist für alle sehr schmeichelnd und besänftigt die unter uns, die mit der Nummerierung von Menschen noch so Ihre Probleme haben.
Es heißt nunmehr also z.B. http://www.utopia.de/user/Andrej anstatt http://www.utopia.de/user/XXXXX (Jetzt hab' ich mir meine Nummer nicht gemerkt).
Allerdings ist damit auch die Direkteingabe eben dieser Nummern, z.B. zum Auffinden der zahlreichen »Karteileichen« (Schätzungen gehen von ca. 40.000 aus), vereitelt. Da hilft auch das nun anstatt eingeführte Punktesystem nicht weiter (also die Punkte gab's schon vorher, nur die Darstellung ist neu), denn man kann nicht nach Utopisten suchen die 0 Punkte ergattert haben. Und so muss man sich bei allen Neuerungen von lieb gewonnenen Traditionen trennen. (An dieser Stelle sei Django gebeten, mir, die von ihm erstellte, Karteileichenliste zur Verfügung zu stellen.)

Und »alt« lass liegen

Während man sich ansonsten dem Recycling verschrieben hat, wir denken nur an die redaktionell gelungenen Beiträge, welche man von professionellen Zeitungen einkauft, sind mit dem Umstieg auf die neue Webtechnologie die alten Direktlinks verloren, die man sich im Browser gesetzt hat. Stattdessen gibt es dafür jetzt die schöne neue Funktion »Merkzettel« (die allerdings nur hausintern funktioniert, und als weiteres Kundenbindungs-Instrument gedacht scheint.)
Nichts desto trotz funktionieren alte Direktlinks nicht mehr, denn sie werden nicht an die neue Adresse umgeleitet. Schade eigentlich. Sicherlich will man sich nur von der unliebsamen Vergangenheit ein Stück weit lösen.

Hast Du noch ein paar interessante Neuerungen gefunden? dann schreib' ans Utopia-Watchblog.

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