Nicht einmal ausgeladen.
Die Utopia-Konferenz 2010 findet ohne das Utopia Watchblog statt.
Schade eigentlich. Wo soviel lamentiert wird über Diskussionsbereitschaft, stellt sich heraus, so richtig an Diskussionen ist man doch nicht interessiert.
Bereits Anfang August akkreditierten wir uns für die Konferenz der Utopia AG, und baten ausdrücklich um eine zeitnahe Rückmeldung. Aus unser journalistischen Erfahrung heraus wussten wir um Veranstalter, die für ein paar verkaufte Tickets mehr kurz vor Veranstaltungsbeginn das Presse-Kontingent zusammenstreichen.
Nun auch von der Utopia AG kam keine Antwort. Ob dies an der beschrieben Taktik liegt oder man generell auf Diskutanten verzichten wollte, wissen wir nicht.
Sicherlich ist auf einer Konferenz wenig Platz für Nörgler, will man sich zwischen sozialistischen Winkelemente-Schwingern und Jubel-Persern gegenseitig auf die Schulter klopfen.
Eine Ausladung wäre also durchaus verständlich und für uns nachvollziehbar gewesen.
Selbst die Aberkennung des Pressestatus hätte uns nicht verwundert. Wer will schon Blogger für eine Berichterstattung gewinnen, wo man auf die bürgerliche Presse schielt (sozusagen die medial »großen Hebel«). Selbe Presse hat die letzten zwei Konferenzen der Greenwasher schon sträflich ignoriert, ein Umstand der andernorts zu einem Komplettaustausch des Presseteams geführt hätte.
Uns hätte natürlich nicht gestört neben den Mainstream-Medien hintenanzustehen, wir sind weder vermessen noch größenwahnsinnig.
Nur eben eine kleine Absage, sogar ohne Begründung, die hätten wir uns schon gewünscht, einfach aus dem Prinzip der Höflichkeit heraus, und um der journalistischen Professionalität wegen.
Ob nur wir mit dem Dilettantismus der Veranstalter gestraft wurden, wird die Resonanz in der Medienlandschaft bereits bis Samstag zeigen.
Derweil vergnügen wir uns bei einem medizinischen Kabarett, zu dem uns Ex-Utopistin MoMa einlädt.

