Die Jungen Wilden auf utopia.de
(Fast) niemand kennt das Utopia Watchblog.
Gerade stellte ein Boris Langer auf Utopia die spannende Frage: »Kennt ihr das Utopia-Watchblog?«.
Die Antwort muss schlicht lauten: »Nein.«
Lediglich einige euphorische Newbies melden sich zu Wort, also Utopisten die gerade so drei Monate bei Utopia dabei sind und, wie wir selbst einst, feurig die Ideale der Plattform Utopia verteidigen und alle Kritiker als dreiste Lügner und Nörgler bezeichnen.
Dabei schlurfen sie in die Falle und marodieren selbst.
Utopia-Nutzer OutlawJens attestiert uns, »Blödsinn« zu verzapfen, ohne eine konkrete inhaltliche Kritik anbringen zu wollen. Vielleicht gelingt dies auch nicht, weil es beim Nachrecherchieren doch den ein oder anderen Stolperstein geben würde, der sich bestätigt.
Da loben wir uns doch die Einstellung von Daniel Überall, der innerhalb der Utopia AG von der Plattform-Entwicklung zum Marketing gewechselt ist, und sich über die kritische Begleitung freut, wie er zuletzt in einer Diskussion beim Bayerischen Journalisten Verband äußerte. (Ob die Bezeichnung »Watchdog«, mit der er im Artikel zitiert wird, dabei auf unser twitter-Logo anspielte wissen wir nicht, aber wir hoffen es natürlich.)
Derweil bezeichnet uns OutlawJens als »Klugsch…« und meint: »solche Blogs scheint der (junge) Mann wohl zu übersehen.« (gemeint ist hier der Thread über das Watchblog selbst). Während ersteres (»Klugsch…«) uns beleidigen soll und gegen die Netiquette, auch der Utopia AG, verstößt, besteht der Zweck der Verjüngung im zweiten der Unterstellung jugendlichen Überschwangs. Nun, anscheinend lesen wir solche Blogs wohl doch (auch wenn wir uns nicht mehr direkt in die Diskussion einbringen können) und antworten hiermit. In das Horn von der Unbedarftheit trötet auch folgender Teilnehmer am Diskurs.
Leider würde Utopia-Nutzer Old_Shatterhand nur »fast« eine Flasche Whisky auf unser Alter wetten, ansonsten hätten wir bei einem guten Tropfen gälische Weisen von Anne Martin intoniert, natürlich ohne des Gälischen mächtig zu sein.
Während uns jene virtuelle Person namens Old Shatterhand altersmäßig in den 20ern verortet, waren wir in diesen jungen Jahren bei eben jener Anne Martin auf der Insel Skye Kuchen essen, da sie dort eine kleine Pension nebst Windkraftanlage betreibt, wenn sie nicht gerade in strömenden Regen bei Volksfesten auftritt. Das alles ist nun schon lange her, 20 Jahre um genau zu sein. Ich bin also nicht mehr ganz so jung, wie der ein oder andere mir andichtet. Auch Old Shatterhand unterstellt uns »falsche Behauptungen« aufzustellen ohne diese zu benennen oder gar zu widerlegen. Das verunmöglicht eine Argumentative Entkräftung der erhobenen Vorwürfe.
Utopia-Nutzer Hannilein vermutet in unserem Handeln eine »einsame (Rache-)Aktion«. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich nicht um eine Rache-Aktion handelt. Vielmehr halte ich, wenn auch in meinen begrenzten personellen Möglichkeiten, nur ein Versprechen, dass ich seinerzeit den Mitarbeitern der Utopia AG gab, wohlgemerkt in meiner Funktion als, von der Utopia AG berufener, Verwalter der Kritik. Anna-Lena Schiller hat mir dereinst diese Tätigkeit aufs Auge gedrückt.
Einsam bin ich in meiner Kritik an Utopia auch nicht, es gibt zum einen viele Utopia-Nutzer, die selbst kritisch innerhalb der Community unterwegs sind, dann eine knapp dreistellige Zahl von Ex-Utopisten, die geschasst wurden oder sich selbst abgewendet haben und auf anderen Plattformen aktiv sind, und dazu diverse Blogger und Journalisten deren Kritik man in unserem Utopistischen Pressespiegel nachschlagen kann.
Winnetou bescheinigt uns einen »Mutterbindungs-Komplex« ob der Omnipräsenz der Utopia-Chefin im Watchblog, und führt damit seine psychologisches Halbwissen und seine patriarchale Denke vor.
Wir haben kein Problem mit starken Frauen, wie er vermutet, und uns seinerseits eine Frauenfeindlichkeit unterstellt, um uns zu diskreditieren. Vielmehr existiert im Unternehmen Utopia AG eine hierarchischische Entscheidungsstruktur an deren Spitze nun einmal Claudia Langer sitzt, im Gegensatz zu z.B. mancher NGO. Frau Langer ist, alle Fäden in der Hand behalten wollend, medial schlicht überpräsent gegenüber ihren Mitarbeitern, und deshalb müssen wir andauernd über sie berichten.
Uchteblick bricht eine Lanze für mich, was mich natürlich freut. Noch mehr freut mich allerdings, dass sie dem Ganzen wieder eine inhaltlich relevante Komponente gibt, indem sie auf die ehemals existente Diskussion über den Utopia-Partner Henkel auf utopia.de verweist. Diesem konstruktiven Umgang mit denen, die nur negative Stimmung verbreiten, wollen wir uns anschließen, hier noch einmal unser Watchblog-Beitrag zum Nachlesen: »Henkel findet Palmöl gut, wir nicht.«
Schlussendlich kann man sagen, die Jungen Wilden machen sich all der Vorwürfe schuldig, derer sie uns bezichtigen: jugendlicher Übermut, voreilige Schlussfolgerungen, Spekulationen.
Oder: Die Newbies trollen sich ein wenig auf Utopia. Plonk.
PS: Wir sind offen für konstruktive Kritik, die man direkt ans Utopia-Watchblog senden kann. Wir argumentieren unter unserem Klarnamen.

