Destruktion? / Erfolge von Greenpeace
Dies ist eine Antwort auf die Frage eines »Utopisten«, wo sich Erfolge von kritischen Organisationen wie Greenpeace aufzeigten. Es handelt sich um den Komentar eines Kommentars eines Kommentars im Blog von der Utopia AG-Chefin Claudia Langer, welche sich selbst jedoch nicht an der Diskussion beteiligte.
(Anm.: Da es sich um einen Komentar handelt bezieht er sich auf drei Themen eines Komentars des Utopisten Hans-Werner. Teil 1/3 beschäftigt sich mit Vorwürfen Negativer Einstellungen an die Allgemeinheit. Teil 2/3 beschäftigt sich mit Vorwürfen zur Brent Spar. Teil 3/3 zählt einige Erfolge der Organisation Greenpeace auf.
Um den ursprünglichen Komentar zu lesen muß man auf www.utopia angemeldet sein, und kann den Beitrag dann hier nachlesen.)
Lieber Hans-Werner,
(Anm.: Teil 1 von 3 beschäftigt sich mit Vorwürfen an die Allgemeinheit.)
da Du mich in Deinem Beitrag erwähnst beziehe ich das mal auf mich.
Wo bin ich denn destruktiv?
Habe ich jemals behauptet das ein Konzern »durch Boykott zerschlagen« wurde, müsste, sollte, dürfte? Warum auch?
Wer behauptet so etwas, wenn nicht ich?
Hasst Du da was in den falschen Hals gekriegt?
Ist es destruktiv die freie selbstregulierende Marktwirtschaft zu befürworten?
Wer behindert in welcher Weise die Utopia AG bei ihrem Konzept?
Und was genau ist an dem Konzept eigentlich neu? (Vor meinem kecken geistigen Auge flüstert der Harlekin »Utopia« dem König »Unternehmen« grad unbequeme Wahrheiten und konstruktive Lösungen ins Ohr.)
Vielleicht hab ich da auch gerade einiges missverstanden. Kommt ja vor. :-)
(Anm.: Teil 2 von 3 beschäftigt sich mit Vorwürfen zur Brent Spar.)
Zur Brent Spar:
Ich guck ja gern ganz dialektisch auch auf die Interessenvertreter.
»We aim to keep on learning every day.« sagt Shell in seiner abschließenden Beurteilung der Gesamtdebatte auf Seite 130.
Ihr Fazit: Wir müssen besser kommunizieren. Immerhin.
(Das mit dem Lernen dauert bei so einem riesigen Konzern leider überdurchschnittlich lange. Aber man bewegt sich, wenn auch gemächlich.)
Greenpeace verwies übrigens beim Thema »Brent Spar« ebenfalls auf Shell, und die Antwort von Greenpeace ließ keine zwei Stunden auf sich warten, das ist doch mal utopisch gute Kommunikation.
(Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht wurde damals »vermutet«, dass sich mehr Schadstoffe im »Wrack« befinden als erlaubt. Die Vermutung bestätigte sich nicht. Nun ist das »Wrack» halt recycelt und wiederverwendet statt versenkt.)
(Anm.: Teil 3 von 3 zählt einige Erfolge der Organisation Greenpeace auf.)
Derweil noch ein paar Erfolge von Greenpeace, Du, Hans-Werner, fragtest danach:
- FCKW- und FKW-freier Kühlschrank »Greenfreeze« (Nicht nur »anprangern« sondern Lösungen präsentieren.)
- Lob von UNO und Weltbank, von Regierungen und Behörden für die Weiterentwicklung der Bürgergesellschaft auch über die Umweltpolitik hinaus
- Initiierung von Gesetzgebungen gegen Giftmüllentsorgung in Entwicklungsländern, die Verwendung von hormonschädigenden Schiffsanstrichen, die Nicht-Kennzeichnung von Gen-Lebensmitteln
- 1978 erhält Greenpeace Beobachterstatus in der Internationalen Walfangkommission (IWC)
- 1982 beschließt die IWC ein Walfangverbot, gültig ab 1986
- 1994 Einrichtung eines Walschutzgebiet in den Gewässern rund um die Antarktis durch die IWC
- 1992 beschließt die UNO ein weltweites Verbot der Fischerei mit bestimmten Hochseetreibnetzen.
- 1998 folgt das Verbot der Treibnetzfischerei in der EU (Ausnahme: Ostsee)
- 1976 startet Greenpeace eine Kampagne gegen die kommerzielle Robbenjagd; 1983: Die Europäische Gemeinschaft erlässt ein Importverbot für Jungrobbenfelle. Das Verbot wird 1989 auf unbefristete Zeit verlängert.
- …
Das könnte ich hier jetzt noch ewig so weiterführen, ich kann Dir aber auch ein PDF schicken, wo die letzten 25 Jahre Greenpeace rekapituliert werden. Schick mir einfach Deine Email-Adresse (gilt natürlich auch für alle anderen :-)

